Montag, 15. Juni 2009

Diagnose "durchaus wahrscheinlich" aber "bisschen unsicherer" ... ich soll Entscheiden

Ich soll entscheiden ob ich jetzt spritzen will oder lieber warten.
Zwei Tage später entschied ich mich dann zum spritzen, dann lies mich die Arzthelferin aber nicht durch. Sie blockte und lies nur die Arztnotiz vor in der die Frage vom Neuro natürlich nicht mehr vorkahm. Daher blockte sie. Ich versuche bei ner MS-Ambulanz oder so durhczukommen.

...
0:52 Neurologe T. zu mir: Also wie sollen wir den da vorgehen? Die Diagnose ist durchaus wahrscheinlich.
D.h. drei Monate Abwarten. D.h. wir würden im August wieder Bilder machen.
Früher macht man die Kontrolluntersuchung nicht.
1:41 Oder aber Sie sagen. Fangen wir an.
2:17 Die Diagnose sei jetzt noch ein bisschen unsicherer. Sie haben keine deutliche Lämungen.
2:45 Wir wissen das mit der Gehirnflüssigkeit was nicht in Ordnung war.
D.h. Sie kommen mit der Überweisung Ende Juli zu mir.
Und im neuen Quartal komme ich dann zu ihm.
Ich: ich hätte auch noch ein paar andre fragen
er: dann müssen sie jetzt aber hinne machen.
4:30 er es wird auch nicht zu nahrungsergänzungsmitteln geraten.
4:53 er: .. solche öle gibts glaube ich auch beim aldi. solche nahrungsergänzungsmittel kann man nicht verschreiben.
5:46 er: ich halte mich an die Vorgaben der deutschen gessellschaft für neurologie.
6:10 ich: was mach ich wegen L1. Überweisung?
Er: dann gehen sie zum Orthopäden Überweisung gibt Ihnen der Hausarzt.
...
7:10 Er: wenn wir hier alles durchnudeln in ner virtelstunde, das pack ich hier nicht. das ist einfach zu viel sagt er.
...
9:29 ... dann wollte ich sie auch fragen wegen Beruf ... (ich wollte wissen wie ich planen kann, was ich z.b. dem Arbeitsamt sagen kann - muss mich ja mind. 5 mal im monat bewerbe.)
er: darf ich vielleicht erst einmal vertigschreiben (?!)
8:45: ich: entschuldigung, entschuldigung
11:10 kann ich ganz normal jetzt mit meinem beruf starten.
11:25 er: erst mal muss die diagnose sicher sein. vorher kann er dazu gar nichts sagen. das macht vorher gar keinen sinn.
13:52 so herr m. jetzt müssen sie mal hinne machen.
14:11 handshake und tschüss.
(mir kahm der besuch nur wie 5 minuten vor, waren aber wohl doch mehr).

Mittwoch, 3. Juni 2009

Entlassbrief Krankenhaus per Post gekommen am 4.6.09

wir berichten über o . g . Pat ., der sich vom 12 .05 .09 bis zum 15 .05 .09 in unserer stationären Behandlung
befand.

Diagnose (mit ICD):

V. a. chron . entzündliche ZNS-Erkrankung G35.0
Erstmanifestation einer multiplen Sklerose [Encephalomyelitis disseminata]
Ängstlich akzentuierte Persönlichkeit / Wesensänderung F06 .9

Therapie (mit OPS):

Cortisonstoßtherapie 3 Tage je 1000 mg Urbason

Anamnese, Therapie und Verlauf:

Der Patient klagt seit längerer Zeit über unspezifische Befindlichkeitsstörungen, Kreuzschmerzen,
Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Taubheitsgefühl linke Fußaußenseite . In einer ambulant
veranlassten MRT zeigen sich supratentoriell mehrere Marklagerläsionen li> re, die größte Läsion links
parietal 18x10 mm, auch Balkenläsionen, eine Läsion zeigt eine geringe KM-Aufnahme, auch im Bereich
des Myelons Nachweis verschiedener Läsionen, auf Höhe C4,C5,C6/7, drei rechtsseitige Läsionen
zeigen eine KM-Aufnahme . Bei Verdacht auf chron . entzündliche ZNS-Erkrankung kommt der Pat . zur
stat. Aufnahme . Im Liquor zeigen sich bei 8/3 Zellen eine leichte Blut-Liquor-Schrankenstörung sowie
oligoklonale Banden als Nachweis einer intrathekalen IgG-Synthese . Der Liquorbefund stützt die
Verdachtsdiagnose.
Bei weiterhin bestehenden unspezifischen) Befindlichkeitsstörungen therapieren wir mit 1000 mg Urbason
über 3 Tage, hierunter berichtet der Patient von einer weiteren Verbesserung der beklagten Symptomatik,
auch das Taubheitsgefühl Fußaußenseite links sei besser.
Der Patient wurde am 16.05 .09 in Ihre weitere ambulante Betreuung entlassen . Wir bitten um
Wiedervorstellung zur Verlaufskontrolle, eine MRT-Kontrolle sollte in 3 Monaten erfolgen . Die
Entscheidung über eine prophylaktische Therapie kann dann ambulant erfolgen.

Untersuchungsbefund bei Aufnahme : Neurologischer Befund : Linkshänder. Keine
Nackensteifigkeit . Kein Laseque . Kopf- und Hirnnerven regelrecht, kein Nystagmus . Regelrechte Motorik,
keine latenten oder manifesten Paresen, Hypästhesie linker Fußaußenrand, Sensibilität erhalten . Reflexe
an Armen und Beinen seitengleich auslösbar . Babinski negativ . Gang-, Stand und Koordinationsprüfung
regelrecht.

Labor
Erythrozyten 4 .4 T/1 *,
weitere Standardlaborwerte im Normbereich, ebenso : HbA1 c 4 .9 %Hb , TSH basal 1 .3 mU/l , freies T4
1 .0 ng/dl , Vitamin B12 671 pg/ml , Anti-HCV lgG n nachweisb , Anti-HIV 1+2 n nachweisb , TPHA
negativ , ANA-Screening negativ , AK gg . dsDNA n .nachweisb , Folsäure 7 .1 ng/ml , Borrelienserologie
negativ, frühere Infektion HSV ; VZV, Angiotensin-Converting-Enzyme 22,6 U/l,

Liquor:
Liq-Zeltzahl 8 /3 ZL , Granulo ./Liq . 0 /3 ZL , Lympho ./Liq . 8 /3 ZL , Liq-Eiweiß 54 .0 mg/dl *, Liq-
Lactat 2 .5 mmol/l *, Liq-Glukose 61 mg/dl , leichte Blut-Liquor-Schrankenstörung sowie oligoklonale
Banden als Nachweis einer intrathekalen IgG-Synthese, Neuroborreliose negativ, Nachweis von
Varizellen-AK lgG 8 mIU/ml, spezifischer VZV-AK-Index 2,7 , VZV DANN negativ,

EKG Normalbefund : SR, 73/min, keine spezifischen ERBS

Röntgen Thorax in 2 Ebenen im Stehen vom 13.05.2009:
Zwerchfellhälften gut abgrenzbar. Randwinkel frei. Herz schlank . Normales Gefäßband . Regelrechte Hili
und unauffällige periphere Lungengefäßstruktur . Keine frischen pneumonischen Infiltrate . Keine
Stauungszeichen.

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Ich heisse Maikäfer, falls Ihr mich irgendwie ansprechen wollt. Keinesfalls solltet Ihr andere Namen verwenden. Sollte mich jemand kennen, darf er keinesfalls meinen echten Namen nennen! Vielen dank!